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Koordinatentransformation von Zeichnungen mit AutoCAD Map 3D

Mit Hilfe der Abfragefunktion in Map 3D ist es möglich, Zeichnungsobjekte von einem Koordinatensystem in ein anderes zu transformieren. Für bestimmte Koordinatentransformationen ist die Einbindung zusätzlicher Gitterdateien erforderlich. Im folgenden Beispiel wird die Transformation einer Zeichnung von DHDN / Gauss-Krüger Zone 3 in ETRS89.UTM-32N beschrieben. Da das Beispielprojekt in Baden-Württemberg liegt, wird die Transformationsgitterdatei für Baden-Württemberg verwendet. Befindet sich das Projekt in einem anderen Bundesland, ist die entsprechende Transformationsgitterdatei zu verwenden. Diese kann z.B. von der Internetseite der jeweiligen Landesvermessungsämter heruntergeladen werden.

Transformationsgitterdatei in Map 3D einbinden

Die heruntergeladene Gitterdatei, in Baden-Württemberg ist dies die BWTA2017.gsb, in das Verzeichnis der aktuell verwendeten Map 3D-Version kopieren.

AutoCAD Map 3D 2023     C:\ProgramData\Autodesk\Geospatial Coordinate Systems 14.09\Germany

AutoCAD Map 3D 2024     C:\ProgramData\Autodesk\Geospatial Coordinate Systems 14.10\Germany

AutoCAD Map 3D 2025     C:\ProgramData\Autodesk\Geospatial Coordinate Systems 15.00\Germany

Anschließend in Map 3D die Koordinatenbibliothek mit dem Befehl MAPCSLIBRARY öffnen. Dort den Eintrag DHDN/BeTA_to_ETRF89 markieren und auf die Schaltfläche Bearbeiten klicken.

Im folgenden Dialogfeld in der linken Spalte auf den Abschnitt Rasterdatendatei-Interpolation wechseln und das Fenster breiter ziehen, so dass die Schaltflächen am rechten Rand sichtbar werden. Das Rasterdateiformat auf Kanadisches NTv2 umstellen. Anschließend über die Schaltfläche mit dem Plus die benötigte Transformationsgitterdatei wählen und mit den Pfeiltasten die Reihenfolge so festlegen, dass die Datei an erster Stelle steht.

Zeichnung transformieren

Zuerst muss der Zeichnung, die in ein anderes Koordinatensystem transformiert werden soll, das passende Koordinatensystem zugewiesen werden. Am einfachsten geht dies über die Statusleiste. Ist das Koordinatensystem nicht sichtbar, kann es mit dem Befehl MAPSTATUSBAR eingeblendet werden.

Bei der Wahl des Koordinatensystems ist unbedingt darauf zu achten, dass es den Zusatz via BeTA2007 enthält.

Anschließend die Zeichnung speichern und schließen.
Eine neue Zeichnung öffnen, dieser das Zielkoordinatensystem zuweisen und die Zeichnung speichern.

Das Map-Aufgabenfenster einblenden und auf die Registerkarte Karten-Explorer wechseln.
Die zu transformierende Zeichnung per Drag & Drop aus dem Windows-Explorer in die leere Fläche im unteren Teil des Map-Aufgabenfensters ziehen.

Anschließend in der Abfragebibliothek durch Doppelklick auf Aktuelle Abfrage eine Abfrage starten. Als Abfragetyp Position… wählen und im sich öffnenden Dialogfeld bei Umgrenzungstyp Alles aktivieren. Das Dialogfeld Position mit OK schließen und bei der Definition der Abfrage den Abfragemodus Zeichnen aktivieren. Danach die Abfrage ausführen.

Sollten die Objekte in der Zeichenfläche nicht sichtbar sein, ist ein Zoom Grenzen auszuführen. Zum Schluss die zugeordnete Datei wieder lösen.

Tipp: Um Verwechslungen zu vermeiden, sollte im Dateinamen das Koordinatensystem genannt werden.